Anmeldung und Ausschreibung 19. Seligenthaler Rad-Bergzeitfahren am 09. Juni 2013 online.
36. Auflage ein voller Erfolg
Von Kevin Voigt
Oberhof/Seligenthal – Am Wochenende ist die 36. Auflage des RENNSTEIG-SKI-LAUF für den WSV ,,Schneestern 1908´´ Seligenthal perfekt gelungen.
Das Organisationsbüro des Wintersportvereins hat sich ab August jeden Monat einmal, um alle Vorbereitungen abzuschließen, getroffen. Dies ist ihnen dieses Jahr wieder einmal super gelungen.
Insgesamt waren an diesem Wochenende 755 Sportler auf dem Rennsteig unterwegs. Am Samstag waren es nur ein paar weniger als im Vorjahr und am Sonntag ebenfalls. Dieses Jahr war die Tombola wieder ein Highlight. An der Tombola durfte jeder Sportler der mitgelaufen ist teilnehmen und hatte die Möglichkeit Skier, Stöcke und viele kleine andere Sachpreise zu gewinnen.
Hervorragende Streckenpräparation
Aufgrund der Tatsache, dass vor einer Woche noch nicht an den Rennsteig-Ski-Lauf zu denken war, da Petrus bis dahin noch nicht mitgespielt hatte, hat das Präparationsteam ganze Arbeit geleistet. Die Reaktionen der Sportler auf den Zustand der Strecke waren durchweg positiv. Streckenchef Jens Vogt, mit seinem Helfer Dieter Ullrich, vollbrachte wieder einen spitzen Job.
Philipp Marschall, der die Strecken in Oberhof sehr gut kennt, lobt den Rennsteig-Ski-Lauf und fand die Streckenpräparierung 100%-ig: ,,Der Rennsteig-Ski-Lauf ist sehr groß und professionell aufgezogen. Er steht auch anderen großen Volksläufen in nichts hinterher´´. Das was Philipp Marschall sagte, konnte der Zeitschnellste Benjamin Seifert, aus Hammerbrücke in Sachsen, nur bejahen.
Benjamin Seifert sicherte sich am Samstag und am Sonntag über 30Kilometer die berühmte Kuhglocke aus dem Hause VENTER-GLOCKEN, welche seit sechs Jahren für den Zeitschnellsten und die Zeitschnellste extra angefertigt werden.
Zusammenarbeit wieder reibungslos abgelaufen
Bei der Zusammenarbeit zwischen dem SV Rotterode und dem Wintersportverein aus Seligenthal gab es dieses Jahr keine Probleme. Seit nunmehr 36 Jahren, also vom Anfang der Geschichte des Rennsteig-Ski-Laufs, unterstützt der SV Rotterode die Seligenthäler bei der Verpflegung an der Schutzhütte Karin. Dieses Jahr fanden sich 16 Personen am Samstag und 17 Personen am Sonntag zusammen, um die Sportler zu verpflegen mit Tee, Schokolade und Haferschleim. Der Haferschleim wurde dieses Jahr besonders gelobt von den Sportlern, den die Rotteröder jedes Jahr in eigenregie herstellen.
Vereinsvorsitzender lobt und viele Helfer dabei
40 ehrenamtliche Helfer pro Tag unterstützen den Wintersportverein, damit der Rennsteig-Ski-Lauf reibungslos durchgeführt werden konnte.
Ab acht Uhr am Samstag und ab sieben Uhr am Sonntag, waren die Helfer in Oberhof im Einsatz um letzte Vorbereitungen zu treffen oder den Sportlern die Startnummern auszuhändigen.
Vereinsvorsitzender Wolfgang Eff lobte den Ablauf des Wettkampfes und auch die Sportler, die sich ordentlich verhielten und sehr zufrieden mit Strecke, Start und allem Drumherum waren.


1000er Marke rückt näher
Bericht von Werner Bache (STZ vom Montag, 11. Februar 2013)
Die 36. Auflage des Rennsteig-Ski-Laufes machte ihrem Ruf als traditionsreicher Loipen-Renner einmal mehr allerhöchste Ehre. Mit 895 Startern geht es immer näher dem "lOOOer-Traumziel" der Organisatoren entgegen.
Oberhof - "Ich bin ja nicht zum ersten Mal hier beim Rennsteig-Ski-Lauf. Ich bilde mir auch ein, das Ambiente solcher Läufe einschätzen zu können. Und auch, das spontane Feedback der Athleten bestätigt es: Thüringen hat bei diesem internationalen Event wieder richtig gut gepunktet", sagte Veterinär-Mediziner Dr. Andreas Lange (Bad Dürrenberg), der DSV-Wettkampfbeauftragte für diese Cupserie. "Beispielgebend sind die Organisatoren von SeligenthaI und ihre Mitstreiter. Das fängt bei den Siegerehrungen an. Andernorts werden nur die Zeitschnellsten geehrt. Alle anderen dürfen sich im Internet die Urkunde ausdrucken. Hier passiert das für jede Altersklasse."
Just, als der Ehrungscountdown nach dem dreistündigen Rennfilm mit dem Überreichen der Hauptpreise, den überdimensionalen "Kuh-Weideglocken", an die besten Frauen und Männer gestartet wurde, gesellte sich zur winterlichen Märchenlandschaft sogar noch die Sonne.
"Das liegt an uns, weil wir gerade so wild mit den Glocken läuten", scherzte Benjamin Seifert von der TSG Hammerbrücke (Sachsen). Der 31-Jährige gewann den Hauptlauf über 30 km in 1:21:27,4 Stunden. In einem packenden Rennen auf der 15-km-Runde von der Weltcup-Arena hinaus in die Rennsteig-Region Karins Hütte/Finsterbachkopf verpasste Neu-Biathtlet Philipp Marschall (Rhöner WSV Dermbach) mit einem Rückstand von 17,9 Sekunden die begehrte Glocke denkbar knapp.
Als Siebenter wurde Marschalls Vereinsgefährte Sebastian Hopf (+6:40,4 Min.) zweitbester Thüringer. Seifert hatte übrigens auch schon das Freistil-Rennen am Samstag gewonnen. Ganz starkschlugen sich auf dem Neuschnee-Parcour die Thüringer Frauen. Gleich fünf von ihnen platzierten sich unter den besten Zehn. Sabrina Schairer (30/überstdorf) holte sich nach dem Vorjahr erneut die Cup-Glocke in 1:41:57,7 Stunden und bekannte: "Einfach klasse, wie die Leute hier den Kurs hingekriegt haben. Oberhof ist einer meiner Lieblingswettkämpfe."
Dahinter folgte die viel bejubelte Platzparade der Thüringerinnen. Sandra Hartmann vom TSV Rauenstein, Schülerin am Oberhofer Gymnasium, gewann die Silbermedaille mit nur 46,6 Sekunden Rückstand. Jana Hönig (Tambach - Dietharz/ +2:37,6) holte Bronze. Monika Meyer (4., TU Ilme- nau/+5:29,3), Skadi Michalowski (8., Zella-Mehlis/+10:39,S) und Susanne Bergmann (10., TU Ilmen- au/+20:08,0) sorgten für die weiteren Ränge unter den Top Ten,
Ein "Hinhörer" waren wiederum rund vier Stunden lang die Moderatoren Sigurd Teichert und Berndt Endter. Über Historisches vom ersten Rennsteiglauf am 4. Februar 1906 bis heute wurde locker geplaudert. Dazu gehörten auch Glückwünsche für eine Einmaligkeit in der 107-jährigen Rennsteig-Ski-Lauf-Ära. Peter Jung aus Trusetal hat als Einziger alle 36 Läufe der Ski-Neuzeit absolviert und bekennt: "Das verrückteste Geburtstagsgeschenk macht man sich selbst!" Jung wird am Montag 64 Jahre jung.
Beim Freistil-Rennen am Samstag sicherten sich zwei ehemalige Leistungssportlerinnen die ersten beiden Plätze. Die einstige Biathletin Sabrina Buchholz gewann vor der Ex-Skilangläuferin Manuela Henkel. Auch bei den Männern mischten sich Biathleten unter die Bestplatzierten. Zweiter wurde Robin Kiel vom SC Eintracht Frankenhain, Vereinskamerad Philipp Horn kam auf Platz vier, dazwischen wurde Maximilian Janke vom WSV Oberhof Dritter.
35. RENNSTEIG-SKI-LAUF
Klassiker - Rekord im Sonnenschein
Bericht von Werner Bache (STZ vom Montag, 13. Februar 2012)
Der 35. Rennsteig-Ski-Lauf am Wochenende macht seinem Ruf einmal mehr allerhöchste Ehren. Mit 889 Assen und Freizeit Athleten gibt es so viele Starter wie noch nie.
Oberhof - "Ich weiß, dass ich fast die Letzte sein müsste. Aber das ändert nichts daran, dass ich total happy bin. Und vor allem am Umkehrpunkt, da stand glaube ich Hohe Möst oder so ähnlich, habe ich die wunderbare Aussicht genossen", sagte Dr. lna Bodenski im Ziel. Die 42-Jährige wurde kurz nach 13 Uhr in der Oberhofer Weltcup-Arena nicht minder herzlich empfangen, wie die Schnellsten, die schon gut eineinhalb Stunden früher im Ziel waren. Nach 3:00:20,9 Stunden hatte die Medizinerin aus Rostock die zwei Runden über je 15 km klassisch bewältigt und strahlte mit der Sonne um die Wette - als Vorletzte der 37 harten Damen. Bei der lockeren Plauderei im Ziel bekannte die lnternistin: "Es war heute mein erster Skiwettkampf überhaupt. Ansonsten bin ich nur immer mal rumgestochert. Eine Freundin hat mir den Lauf schmackhaft gemacht." Mit dem Ehemann und den zwei Kindern weilt sie zum Urlaub in Frauenwald. Und sie ergänzt: "Nächstes Jahr lauf ich wieder mit. Aber dann ordentlich trainiert." Der Rennsteig-Ski-Lauf ist also auch ein Tourismus-Magnet.
Gewiss, sportliche Rennsteigläufe zur Winterszeit gibt es schon seit 1906. Doch die versierten Sprecher Sigurd Teichert und Bernd Endter verhehlten bei ihren Exkursionen in die Historie nicht, das es "so kalt, aber auch so sonnig kaum mal war."
Wangenpflaster, Cremes und allerlei Hausmittel halfen gegen die Kälte bis Minus 18 Grad. "Ich habe fünf Schichten Melkfett im Gesicht", verriet Triathlon-Ass Henry Beck (Schleusingen-Rappelsdorf) am Samstag bei seinem Lauf über 15 km Freistil. Dr. lna Bodenski schmunzelnd dazu: "Warum nicht. Hauptsache, es verhindert Erfrierungen."
Der Lauf, der eigentlich ausschließlich Sieger kennt, hatte natürlich auch seine ganz schnellen Flitzer. Zumal durch den Passus der Zugehörigkeit zur internationalen Deutschlandcupserie eine zusätzliche Aufwertung erfolgte und damit spezieller Anreiz für Spitzenathleten verbunden ist. Sie dominierten erwartungsgemäß die Konkurrenzen. Die "Königinnen und Könige" wurden gestern natürlich auf den 30 Kilometern im klassischen Stil gekrönt. "Am frühen Morgen hatte ich nur, Training vorgesehen. Da fühlte ich mich richtig gut und spürte die Lust mitzumachen. Nur gut, dass ich Tage zuvor vorsorglich schon gemeldet hatte", sagte sich Thomas Wick. Der 21-jährige DSV-Auswahlläufer aus Zella-Mehlis siegte recht souverän in 1:26:18,9 Stunden. Bernhard Schneider (TU llmenau/Jahrgang 1962) bewies einmal mehr seine Klasse als Freizeitakteur und wurde hervorragender Sechster mit 2:30,0 Minuten Rückstand. Thüringens "Rennsteig-Königin" über 30 km heißt Katrin Enders (43 Jahre). Hinter Siegerin Sabrina Schairer (1:44:54,9/Oberstdorf/29 Jahre) belegte die GoldIauterin mit 1:53:13,3 Stunden einen bemerkenswerten vierten Rang. Katrin Enders hatte bereits am Samstag mit Platz drei über 15 km Freistil bei dem sich deutschlandweit im Aufwind befindenden Skisportereignis geglänzt.
Am Samstag über 15 km Freistil konnte man übrigens einen wieder lächelnden Christoph Stephan nach seinem Silberrang erleben - nur 0,2 Sekunden hinter Skilanglaufspezi Max Wohlleben (Zella-Mehlis). Elite-Biathlet Stephan vom WSV Oberhof zeigte sich ganz locker: "Nach einer Zwangspause, vor allem wegen einer Ernährungsumstellung, war es seit elf Monaten wieder mein erster Wettkampf. Dass ich mit den Laufspezis mithalten konnte, stimmt mich optimistisch. Als nach 1,5 km die Strecke am Schießstand vorbeiging, hat es schon etwas gekribbelt."
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